Wasserkraft ist Roter Strom

Die Wasserkraft ist ein viel diskutiertes Thema in der Fischerei. Wasserkraftwerke, insbesondere die Kleinwasserkraftwerke dienen aus Sicht der Fischerei nicht dem Nutzen der Allgemeinheit, sondern sind vielmehr häufig Abschreibungsobjekte der jeweiligen Nutzer. Viele tausend Kleinkraftwerke und andere Querverbauungen degradieren unsere Fließgewässer zu aneinander gereihten Stauketten, die ihre Fließgewässerdynamik z.T. völlig verloren haben.

Stromerzeugung
Gwh*
%
Braunkohle
74.397
53,1
Steinkohle
55.112
39,3
Erdgas
9.185
6,6
Wasserkraft
1.446
1
gesamt
140.142
100
.
Quelle: Landesamt f. Datenverarbeitung u. Statistik NRW.
* Gwh = Gigawattstunden/Jahr

 

Der Nutzen durch die Wasserkraft rechtfertigt häufig nicht die angerichteten Schäden durch die Querverbauungen, Turbinen und Ausleitungsstrecken. Dieses zeigt die Energiebilanz in NRW besonders eindrucksvoll, denn die Wasserkraft hat einen Anteil an unserer Energieerzeugung von nur 1 %!

So hat die Wasserkraft großen Anteil an dem Rückgang der Aalbestände. Heute ist diese Wanderfischart europaweit bedroht. Bei ihrer Rückkehr aus den Flüssen in die Laichgebiete in der Sargasso-See müssen häufig ganze Stauketten mit Wasserkraftanlagen passiert werden.

Durch unzureichende Schutzmaßnahmen an den Rechenanlagen werden viele Aale getötet. Entweder landen sie im Container der Rechenreinigungsanlage oder sie werden von den Turbinen zerhäckselt oder so stark geschädigt, dass sie ihr Laichgebiet nicht mehr erreichen können.

Dieses Phänomen wurde mehrfach durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Das aber auch andere Fischarten geschädigt werden, zeigt das folgende Kreisdiagramm von Fischverlusten an einer Rechenanlage an der Unteren Ruhr im Zeitraum vom 19.03.-23.4.1993 [n = 131].


Quelle: Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V.

 


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